Der Steit um die Veröffentlichung von Büchern im Internet-Portal Google setzt eine Diskussion in Gang, der grundsätzliche Überlegungen voraus gehen. Ist unser deutsches Urheberrecht in Zeiten digitaler – meist kostenloser – Information noch zeitgemäß? Im vorliegenden Fall prallen nahezu Welten aufeinander. Unser nationales Urheberrecht ist streng, das der Amerikaner eher “hemdsärmelig”.
Allerdings könne die Digitalisierung von Büchern nicht allein von öffentlichen Einrichtungen geleistet werden, meinen unsere zuständigen EU-Kommissare/innen, die an Gesprächen mit Google und Verlagen beteiligt sind und ein europäisches Konzept zu den offenen Fragen erstellen sollen.
Was immer das bedeutet: “ein europäisches Konzept” im weltweiten Web (Kölner Stadtanzeiger 08.09., dieser Artikel ist leider nicht online, andere zum Thema).
Die Sachlage ist darum noch brisanter, weil es nicht nur um Information gehen soll. Google möchte mit den Online-Büchern durchaus Geld verdienen. Allerdings will Google Autoren und Verlage auch teilhaben lassen an ihrem Profit. Mal schauen, ob die europäischen Überlegungen zu einer Lösung kommen.