Mit ‘Soziale Verantwortung’ getaggte Artikel

A Rose is a Rose is a …oder: Nachhaltigkeit ist nur nachhaltig, wenn sie nachhaltig ist

Montag, 09. November 2009

Zu den Begriffen Corporate (Social) Responsibility, Corporate Citizenship, Corporate Governance gesellt sich nun ein weiterer hinzu: Social Business. Adidas macht es bereits,  die Otto Group ebenfalls…. und viele andere auch. Sie engagieren sich uneigennützig für soziale Projekte in sog. Beschaffungs-Ländern. Alles nicht neu. Deichmann baut schon seit Jahrzehnten Krankenhäuser in Afrika. Nur hieß es bis vor kurzem noch nicht so. Da sprach man von sozialem Engagement. Gemeint ist heute immer noch das gleiche: Der Gesellschaft etwas von dem Erfolg zurückzugeben, an dem sie beteiligt ist.

Eingebunden in umfassende Kommunikationsstrategien erhält das Thema seit einiger Zeit einen enormen Schub und das ist auch gut so. Mit welchen Begrifflichkeiten es tituliert wird, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist vielmehr, dass das Engagement ein Sprachrohr findet, so z.B. auf dem Vision Summit in Berlin gestern.

Viel interessanter als Begrifflichkeiten ist die Frage, wie sie z.B. im EHI-Arbeitskreis Public Relations diskutiert wurde, ob Nachhaltigkeit zum reinen Marketing/PR-Instrument degradiert wird oder ob Unternehmen aus Überzeugung nachhaltig sind. Das wird sich zwar nicht immer klären lassen, aber wer wirklich nachhaltig agiert, der tut das eben nachhaltig und das kann man nur langfristig.

Soziale Verantwortung in der Kommunikation

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Immer wieder geraten Unternehmen in die Schlagzeilen, weil bekannt wird, dass ihre Produkte unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden.  Am heutigen Welttag für menschenwürdige Arbeitsbedingungen wird die Christliche Initiative Romero, die für bessere Arbeitsbedingungen besonders in Mittelamerika und anderen Zuliefer-Ländern eintritt, vor der Lidl-Zentrale in Neckarsulm demonstrieren. Wie der Kölner Stadtanzeiger heute berichtet, macht die Initiative vor allem die aggressive Einkaufspolitik von Discountern für die Missstände in den Produktionsländern verantwortlich. Der hohe Preisdruck sowie immer kürzere Lieferfristen verhinderten eine Umsetzung arbeitsrechtlicher Bestimmungen und führten zu sinkenden Sozialstandards, so die Initiative. In vielen Ländern Asiens gebe es zwar einen Mindestlohn, doch der liege vielfach unter der Armutsgrenze.

Mittlerweile haben viele Textilanbieter schon aus Imagegründen ihre Vertragspartner in Asien auf soziale und gesundheitliche Mindeststandards verpflichtet, doch diese Initiativen blieben bislang hinter den Erwartungen zurück, beklagt Dusch-Silva von der Initiative.

 Trotzdem glaubt Dusch-Silva nicht, dass die Preise für Textilien deutlich stiegen, wenn die Näherinnen höhere Löhne bekämen. Denn der Lohnkostenanteil am Endverbraucherpreis betrage nur fünf Prozent.

Besonders glaubwürdig scheint nicht, dass sich höhere Löhne nicht auf den Endpreis eines Produktes auswirken würden. Eine leichte Preissteigerung sollte den Kunden mit einer professionellen Kommunikation allerdings gut zu vermitteln sein. Wie Lidl auf diesen Vorwurf reagiert, bleibt abzuwarten…