Mit ‘Social Networks’ getaggte Artikel

Wer soll das bezahlen …

Freitag, 25. Juni 2010

… und wer hat soviel Zeit? Diese und andere Fragen stellten sich die Teilnehmer bei unserem Arbeitskreis letzten Dienstag zum Thema Social Media. Nach einem spannenden Vortrag von Dieter Rappold ( vi knallgrau) fand ein reger Austausch eigener Erfahrungen zwischen den Kommunikationsverantwortlichen von The Phone House, BVH, Intersport, Iglo, Bünting, Rewe, Nestlé, Coca Cola, IBM und Henkel statt.

Fazit der Veranstaltung war: Die Unternehmen stehen vor einer riesigen Herausforderung, die alle Beteiligten mit unterschiedlich großen Schritten angehen wollen, können oder müssen - sofern sie nicht schon längst auf dem Weg sind. Einig waren sich alle, dass der erste Schritt auf jeden Fall Zuhören, Lernen, Verstehen sein sollte.  Und dann kann der Sprung ins kalte Wasser gewagt werden. 

Wir bleiben in jedem Fall dran am Thema und greifen gerne den Vorschlag auf, beim nächsten Arbeitskreis detaillierte Aspekte zu behandeln, einen Workshop anzubieten oder weitere Inputs zur besseren Bewältigung der zukünftigen Ansprüche an die Kommunikation bereit zu stellen.

Unterschätzen Sie Social Media nicht!

Donnerstag, 22. April 2010

Social Media hat unsere Kommunikation verändert, ich möchte sogar sagen revolutioniert. Wohin der Weg uns führt, ist noch nicht ganz klar, dass es aber wichtig ist, am Ball zu bleiben, hat auch der Handel verstanden. Aus unserer Befragung wissen wir: Social Media ist auch im Handel im Kommen, wenn auch noch nicht ganz angekommen. Was so alles passieren kann, wenn man es ignoriert, erfahren wir durch den Film, den unser Partner Cittadino für uns produziert hat und mit dem wir die rund 100 Teilnehmer/innen des PR-Kongresses amüsieren konnten:

Twitter im Supermarkt?

Freitag, 19. März 2010

Soziale Netzwerke spielen im Handel eine zunehmend wichtigere Rolle, soviel dürfen wir aus der laufenden Befragung schon verraten. Wird also der Supermarkt um die Ecke demnächst twittern? Und treffen wir uns zum Klamottenkauf zukünftig mit unseren Freundinnen im Netz? Es wird sicherlich von allem etwas geben. Für den Handel ist es nun wichtig herauszufinden, wie er die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation nutzt.
Dazu gibt es reichlich Praxisbeispiele auf unserem PR-Kongress und: wir verraten die kompletten Ergebnisse der Befragung des Handels zu seinen PR-Strategien. Man darf also gesapnnt sein. Wer mehr wissen möchte … bitte hier entlang: www.pr-kongress.de

Selbstmord 2.0

Mittwoch, 13. Januar 2010

Das Internet vergisst nichts, auch nicht die gesamten persönlichen Daten, die z. B. Facebook-Networker ihren zahlreichen vituellen Freunden zur Verfügung gestellt haben. Die Verbindung zu Freunden kann per Mausklick gelöst werden, aber die Daten bleiben im back-up-Server erhalten. Abhilfe soll die “Web 2.0 Suicide Mashine” schaffen. Damit sollen alle Profile in sozialen Netzwerken zu löschen sein, der virtuelle Selbstmord! Facebook fand das gar nicht gut und hat ihre Seite für den Zugang gesperrt. Die Suicider machen dennoch weiter und treten Gruppen wie “Social Networks Suiciders” bei. Community ist demnach schon wichtig, auch ”über den Tod” hinaus.

…über die neue Bedeutung von POP

Freitag, 23. Oktober 2009

Die meisten Handelsexperten wissen, was POP heißt …meinen sie jedenfalls. Eine ganz neue Bedeutung haben Mitarbeiter des Duft- und Aromenherstellers Symrise der Abkürzung nun gegeben: POP ist für sie das Akronym von Pissed of People. Und nach dieser speziellen Sorte Mensch suchen sie.

Symrise extrahiert nicht nur Duft- und Geschmacksstoffe. Aus Internetblogs und -foren destillert das Unternehmen inzwischen systematisch Erkenntnisse für die Entwicklung innovativer Produkte,

beschreibt die Lebensmittelzeitung in ihrer Ausgabe 41 dieses Prozess der Kundenpartizipation. Im Web 2.0 ziehen POPs über allse her, was sie ärgert. Diese Kritik versuchen die Duftexperten in Anregungen für ihre Produkte umzudeuten, denn so offen wird kaum irgendwo anders gesprochen. Die Anonymität im Internet befördert den freien Gedankenaustausch und beflügelt die Produktentwickler.

Die größte Herausforderung dieser Art Marktforschung – Netnography – besteht in dem Aufwand. 80 Millionen Blogs, wenn auch nur ein kleiner von ihnen aktiv ist,  kann kein Mensch durchstöbern. Ohne semantische Software, die systematisch soziale Netzwerke und digitale Gemeinschaften im Internet auf verwertbare Informationen durchkämmt, völlig undenkbar. Und diese Communities wachsen unaufhörlich.

Web 2.0 in allen seinen anonymen und interaktiven Formen erfordert ein Umdenken in den Kommunikationsabteilungen. Die Verantwortlichen in den Unternehmen müssen sich (und haben sich bereits teilweise) darauf einstellen, dass Kommunikation nicht mehr kontrollierbar ist. Fast die Hälfte aller Deutschen sind Mitglied in einem digitalen sozialen Netzwerk. Und wenn sie ihre Meinung sagen, ob positiv oder negativ, dann hört das (theoretisch) die ganze Online-Welt

Susanne, 13 Jahre, Realschülerin – steht auf Tobi und Marken-Sneaker

Montag, 19. Oktober 2009

Datenklau im Internet – gerade sind wieder eine Million persönliche Nutzerdaten von dem marktführenden Online-Netzwerk Schüler-VZ kopiert worden. Der Betreiber hat Anzeige gegen unbekannt erstellt, den Datenschutz informiert und umgehend versichert, dass er seine Sicherheitsmechanismen verschärfen werde. Wenn die Anwender künftig komplizierte Buchstaben- und Zahlenkombinationen eingeben müssen, geht das allerdings zu Lasten der Benurtzerfreundlichkeit. Ein grundsätzliches Dilemma bleibt: Einerseits wollen die Nutzer gefunden werden, inklusive bestimmter Informationen über sich und ihre Interessen, und stellen damit eine gewollte Öffentlickeit her. Andererseits wird es immer IT-affine Spezialisten geben, die Daten aus solchen Internet-Netzwerken herausfischen können. Die Frage ist daher eher: Was sind sensible Daten, die man lieber nicht ins Internet stellt? Übrigens:

“Den Angreifern ging es wohl um den Spaß, uns zu beweisen, das eine Begrenzung der Profilabfragen technisch umgangen werden kann,”

erklärt der Geschäftsführer der VZNetwerke Markus Berger-de Léon. Für Marketingexperten zählt bei solchen Daten weniger der Spaßfaktor als der Nutzen genauer Zielgruppen-Bestimmung. Stephen Baker hat ins seinem Buch “Die Numerati” die möglichen Folgen – positiv wie negativ – aufgezeigt, wenn Menschen persönliche Daten allzu bereitwillig preisgeben.

Ist der Hype von Social Networking und Twitter schon vorbei?

Mittwoch, 26. August 2009

Facebook und Co. rangiert bei Arbeitgebern auf der Liste der Büro-Produktivitätskiller noch vor den Websites von Online-Händlern oder Online-Banken, so der IT-Sicherheitsdienstleister ScanSafe, der innerhalb eines Monats mehr als eine Milliarde Web-Abfragen geprüft  hat. Auch Twitter wird in bestimmten Kreisen bereits verboten. Fragt sich nur, ob solche Verbote viel nutzen. Die Ausmaße der neuen Kommunikation im Netz lassen erst erahnen, wie Informationen sich künftig verbreiten werden…

Web 2.0 Markt gesättigt und verteilt

Mittwoch, 05. August 2009

Dies ist ein Gastbeitrag von Marco Atzberger. Er ist Autor des Blogs handelsmarke.org, wo er regelmäßig Entwicklungen im Handel kommentiert.

Laut einer aktuellen Studie vom TNS Emnid sind 47 Prozent der deutschen Internetnutzer in einem sozialen Netzwerk wie Facebook, StudiVZ oder Xing. Unter den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Mitglieder in einer Online-Community sogar bei 89 Prozent. 61 Prozent der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen.

Für die Jüngeren erfindet TMS den Begriff Generation Upload, also diejenigen, die die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation nutzen, ihr Leben aktiv und kreativ zu gestalten.

Aufgrund der Netzwerkeffekte wird es immer schwieriger für neue Plattformen Marktanteile zu gewinnen.

Bemerkenswert ist dabei der Blick mit einer internationalen Brille. In einer Grafik der französichen Le Monde kommen die deutsche Platzhirsche XING oder StudiVZ gar nicht vor.

Social Networks im internationalen Vergleich

Social Networks im internationalen Vergleich

 
Xing zählt nach eigenen Angaben über acht Millionen Nutzer. In den ersten acht Monaten des Jahres hat XING seine Mitgliederzahlen um rund eine Million gesteigert. Etwa die Hälfte der Neukunden kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weltweit liegt aber wohl LinkedIn mit 28 Mio Nutzern unter den Business Plattformen vorn.

Es bleibt abzuwarten, ob hier ein internationaler Standard sich durchsetzen wird oder die regionale Nähe ein entscheidendes Kriterium bleibt.

Für den Einzelhandel ist die Zeit des Abwartens aber angesicht dieser Zahlen vorbei. Web 2.0 hat als Massenphänomen Einzug in das Leben der Konsumenten gefunden. Wenn die Hälfte der Kunden sich in Social Networks tummelt, dann liegt dort ein Potenzial, das angesichts stagnierender Umsätze und Verdrängungswettbewerb allerorten nicht ignoriert werden sollte.