Eine Rückrufaktion muss sich nicht zwangsläufig negativ auf das Image des Herstellers auswirken - wenn alle Beteiligten ihre Hausaufgaben richtig machen. Besonders gefragt ist die Kommunikation. Der Hersteller Philips jedenfalls hat richtig reagiert, als die Gefahr bestand, dass der Wasserbehälter der Senseo-Kaffeemaschinen bei zuviel Kalkansammlung platzt: Rückrufaktion! Bei 25 Mio. verkauften Exemplaren weltweit ist das Ausmaß der Aktion gut vorstellbar. Technik, Logistik, Kommunikation und natürlich die Geschäftsführung sind gefordert. Philips hat die Aktion knapp 50 Mio. Euro gekostet. Vornehmlich für Abwicklung des Transports und der Technik, aber auch ein Call-Center wurde installiert. Kunden und Journalisten wurden ernst genommen und mit offener Kommunikation haben Philips PR-Profis es geschafft, negative Schlagzeilen zu vermeiden. Insgesamt ist man in dem Unternehmen sogar der Meinung, dass der durchweg reibungslose Verlauf der Aktion das Image in puncto Kundenservice und Produktqualität sogar noch verbessert hat.
Eine Bomben-Kaffemaschine
kommentierte ein Diskutant auf der K2-Veranstaltung Krisenkommuniktion in Düsseldorf heute und meinte das keinesfalls wörtlich.
Auf dem nächsten EHI-PR-Kongress am 20./21. April 2010 in Köln wird Klaus Petri, stv. Leiter Unternehmenskommunikation bei Philips den Fall noch einmal detailliert schildern.