Die Telekom führt eine Frauenquote ein - einerseits natürlich eine gute Sache (bin ja schließlich selbst eine Frau), andererseits traurig, dass es nötig ist. Da bleibt ja doch irgendwie ein Beigeschmack von “Minderwertigkeit”, denn sonst bräuchte man ja keine Unterstützung mit Ansage von oben. Ein bisschen wie die Mutti am Sandkasten, die die lauten, aktiven Kinder mahnt, die kleine schüchterne Susi mitspielen zu lassen. Auf der anderen Seite ist Susi vielleicht total witzig und eine perfekte Bereicherung für die Kinder-Gang. Wer weiß das schon? Und im wahren Leben? Sind Frauen Susis? Brauchen sie wirklich das Machtwort von oben, um mitspielen zu können? Mein persönlicher Wunsch wäre es, wenn Susi sich einfach selbst durchsetzt - das dauert zwar eventuell etwas länger, aber ich bin davon überzeugt, dass sie es schaffen wird. Beim PR-Kongress legen wir Wert auf Top-Referenten. Diesmal ist ein Drittel davon weiblich. Weil die entsprechenden Positionen eben weiblich besetzt waren und nicht aufgrund einer bestimmten Quote. Letztlich geht es um Qualifikation auf der einen Seite und “sich verkaufen können” auf der anderen Seite, egal ob männlich oder weiblich. Und wenn Susi beim zweiteren noch ein bisschen Nachholbedarf hat, dann muss sie sich eben in dieser Disziplin üben. Also auch laut werden wie die anderen Kinder - oder einfach dem Stillen mehr Gewicht verleihen, neue Maßstäbe setzen.