Mit ‘Forschung’ getaggte Artikel

Ins Herz geschlossen

Dienstag, 18. Mai 2010

… titelt der Pressesprecher 03/2010 auf dem Cover. Unternehmen entdeckten ihre Mitarbeiter als Zielgruppe. Das klingt ja fast ein bisschen erschreckend. Unternehmen entdecken ihre Mitarbeiter – tun sie das wirklich erst jetzt?! Allerdings: auch im Handel rücken die eigenen Mitarbeiter stärker in den Fokus der Kommunikation. Das haben uns jedenfalls die  Handelsunternehmen verraten, die wir in unserer  PR-Studie 2010 befragt haben. Das liegt einerseits an der Erkenntnis, dass die eigenen Mitarbeiter die besten Botschafter des Unternehmens sein können. Andererseits führen wir diese Fokussierung auch auf die angespannte Wirtschaftslage im letzten Jahr zurück. In unsicheren Zeiten ist eine intensivere Information nötig, besonders die eigenen Mitarbeiter möchten wissen, was los ist, ob ihre Arbeitsplätze sicher sind.

Eigentlich schade, dass es dazu einer Krise bedarf. Die interne Kommunikation ist tatsächlich das Herz der Öffentlichkeitsarbeit.

Von Public Relations zu Public Conversation

Mittwoch, 12. Mai 2010

Der hier viel besprochene PR-Kongress “In aller Öffentlichkeit – PR 2010: vernetzt, mobil, vielseitig” liegt nun schon drei Wochen zurück. Wir haben uns über zahlreiches positives Feedback gefreut und uns sogleich an die Nachbereitung gemacht. Nun ist alles erledigt – die Presse wurde bedient, bei den Referenten und Teilnehmern haben wir uns bedankt und die Studieteilnehmer haben wir auch gewürdigt. Dann haben  wir uns in neue Projekte gestürzt.  Andere EHI-Projekte wollen kommuniziert werden, das nächste Arbeitskreis-Treffen PR will vorbereitet sein usw.

Und dann haben wir gemerkt, dass wir, entgegen unseres Versprechens, die Ergebnisse der Studie hier gar berichtet haben. Das möchten wir nachholen, hier die Kernergebnisse:

Öffentlichkeitsarbeit ist wesentlich am Erfolg von Handelsunternehmen beteiligt, so behaupten deren PR-Verantwortliche – und sie erhalten Bestätigung von höchster Instanz. Die meisten Geschäftsführer des Handels wissen um den großen Beitrag der PR zur Erreichung der Unternehmensziele. Allerdings sind sich die Geschäftsführer und PR-Profis nicht in allen Punkten einig. Beim Thema Web 2.0 hinken die PR-Abteilungen den Vorstellungen der Führungsriege ein wenig hinterher. Nachhaltigkeit war und bleibt ein Top-Thema der Kommunikation im Handel.

In der neuen Studie des EHI wurden die Kommunikationsverantwortlichen des Handels zu Bedeutung, Strategie sowie Themen und Trends der Public Relations befragt. Einige ausgesuchte Fragen der Gesamtstudie hat das EHI auch an die Geschäftsführer der Handelsunternehmen gerichtet.

PR ist nicht nur Image
Fast alle befragten PR-Profis sind der Meinung, dass die Öffentlichkeitsarbeit viel (45 Prozent) bzw. sehr viel (48 Prozent) zur Umsetzung der Unternehmensziele beiträgt. Diese nicht überraschende Selbsteinschätzung wurde von fast zwei Dritteln der Geschäftsführer gestützt. Gefragt nach den wichtigsten Zielen der PR-Arbeit sehen knapp 40 Prozent der PR-Profis neben dem Image den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Das liegt nahe an der Einschätzung der Geschäftsführer, von denen außerdem rund ein Drittel der Ansicht ist, dass die PR einen großen bzw. sehr großen Beitrag zur Umsetzung dieses Ziels leistet.

PR-Budgets sind krisenfest
Trotz der angespannten Wirtschaftslage kann die PR über stabile oder sogar steigende Budgets verfügen. Rund 90 Prozent der Unternehmenskommunikatoren hatten in 2009 im Vergleich zum Vorjahr mehr oder zumindest gleich viel Geld für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Bei 28 Prozent der Unternehmen beliefen sich die Mehrausgaben in diesem Zeitraum auf bis zu zehn Prozent, rund zehn Prozent der Befragten konnte sogar von Steigerungen der Budgets um mehr als zehn Prozent profitieren. Die wirtschaftliche Lage hat also bisher keine negativen Auswirkungen auf die Budgets, verlangt aber eine inhaltliche Veränderung der PR-Arbeit. 70 Prozent der PR-Verantwortlichen sehen einen deutlich erhöhten Informationsbedarf der verschiedenen Zielgruppen.

PR wirkt nachhaltig
Nachhaltigkeit ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen der Kommunikation des Handels. Besonders die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit werden in den nächsten zwei Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen. 86 Prozent sehen hier das Top-Thema ihrer Arbeit. Ziel der Nachhaltigkeitskommunikation ist eine klare Positionierung als sozial bzw. ökologisch verantwortliches Unternehmen. Dazu gehört auch, dass drei Viertel der Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsansprüche an ihre Lieferanten weitergeben.

PR im Web 2.0 polarisiert
Über 40 Prozent der PR-Profis haben noch keine eindeutige Vorstellung von der künftigen Bedeutung von Web 2.0/Social Media für die Kommunikation ihres Unternehmens. Da sind die Geschäftsführer deutlich entschlossener, nur ein Viertel hat hierzu noch keine konkrete Meinung. 65 Prozent der Geschäftsführer messen Web 2.0/Social Media eine selbstverständliche oder sogar große Bedeutung im Portfolio der PR-Instrumente zu. Nur wenige glauben an eine untergeordnete Rolle von Web 2.0/Social Media. Im Gegensatz hierzu zeigen die Kommunikationsbeauftragten ein deutlich uneinheitlicheres Bild: Für 24 Prozent von ihnen wird Web 2.0/Social Media ein Instrument unter vielen sein, 21 Prozent messen dem noch recht neuen Medium eine zentrale Rolle zu und 14 Prozent halten es für unbedeutend für die Kommunikation ihres Unternehmens.

Datenbasis
An der Gesamtbefragung haben sich 38 Handelsunternehmen beteiligt, die insgesamt knapp 35.000 Verkaufsstellen im deutschsprachigen Einzelhandel betreiben und einen Nettoumsatz von rund 140 Mrd. Euro erwirtschaften. Das entspricht einem guten Viertel des Gesamtumsatzes des deutschsprachigen Einzelhandelsumsatzes (D-A-CH). In Deutschland repräsentieren die Teilnehmer gut 30 Prozent des Einzelhandels (im engeren Sinne). Unter den Teilnehmern sind mehr als ein Drittel der Top 20 Einzelhändler in Deutschland.
Die Geschäftsführerbefragung wurde von 57 Unternehmen unterstützt. Der Nettoumsatz der teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland entspricht nahezu der Hälfte (46 Prozent) des Gesamtumsatzes des deutschen Einzelhandels. Unter den Teilnehmern befinden sich 40 Prozent der Top 20 deutscher Einzelhändler.

Partner-Quiz

Donnerstag, 25. März 2010

Nur noch zwei Tage läuft unsere Studie zur PR im Handel und eins ist bereits klar: Der Handel hat sehr viel mehr zu verkünden als nur Preise. Dazu gibt es wieder einen kleinen Teaser:

In diesem Jahr haben wir unsere Befragung zur PR im Handel, die sich an die PR-Verantwortlichen der Unternehmen richtet, durch eine zweite wichtige Sichtweise ergänzt. Wir haben eine kleine Auswahl der Fragen auch an die Geschäftsführung der Unternehmen gerichtet, um die Selbsteinschätzung der PR-Profis mit den Ansichten der Unternehmensführung zu spiegeln. Das ist ein bisschen wie bei einem Partner-Quiz: Im günstigsten Fall ist die Übereinstimmung 100 Prozent. Ganz so positiv scheint das im Handel nicht zu sein, aber an Scheidung muss man wohl auch nicht denken.  Mehr dazu auf dem Kongress: www.pr-kongress.de

@ Anja Beckmann: Die endgültigen Ergebnisse werden wir natürlich gern auch hier kommunizieren.

Abwarten und Tee trinken?

Montag, 08. Februar 2010

Twitter, Facebook, Blogs … anscheinend tummelt sich hier die Welt. Wer nicht mitmacht, ist draußen. Tatsächlich? Zumindest im Privatleben von Jugendlichen ist die Relevanz sozialer Netzwerke kaum mehr zu verleugnen und auch immer mehr Erwachsene zeigen sich ”netzaffin” und präsentieren sich bei Xing und Co. oder plaudern via Blog mit alten und neuen (Un)Bekannten.  Wie wichtig ist diese schöne neue Öffentlichkeit für Wirtschaftsunternehmen? Kann man die neuen kommunikativen Plattformen ignorieren? Kann man sich längeres Zögern leisten? Wie stehen die PR-Verantwortlichen von Handelsunternehmen den neuen Kommunikationsformen gegenüber? Heißt die Devise “Mitmachen und Chancen nutzen” oder doch eher “Abwarten und Beobachten”? Was bedeutet eigentlich “Mitmachen”? Wer soll das leisten und wie muss man vorgehen? Welche Risiken sind zu bedenken? Wir befragen die PR-Verantwortlichen des Handels in unserer aktuellen Studie - unter anderem - ob “Web 2.0″ im Handel angekommen ist, ob es bereits Erfahrungen zu Erfolgen oder Misserfolgen gibt und in welche Richtung der Trend geht. Die Antworten darauf gibt’s dann beim Kongress im April.

Web 2.0 Markt gesättigt und verteilt

Mittwoch, 05. August 2009

Dies ist ein Gastbeitrag von Marco Atzberger. Er ist Autor des Blogs handelsmarke.org, wo er regelmäßig Entwicklungen im Handel kommentiert.

Laut einer aktuellen Studie vom TNS Emnid sind 47 Prozent der deutschen Internetnutzer in einem sozialen Netzwerk wie Facebook, StudiVZ oder Xing. Unter den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Mitglieder in einer Online-Community sogar bei 89 Prozent. 61 Prozent der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen.

Für die Jüngeren erfindet TMS den Begriff Generation Upload, also diejenigen, die die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation nutzen, ihr Leben aktiv und kreativ zu gestalten.

Aufgrund der Netzwerkeffekte wird es immer schwieriger für neue Plattformen Marktanteile zu gewinnen.

Bemerkenswert ist dabei der Blick mit einer internationalen Brille. In einer Grafik der französichen Le Monde kommen die deutsche Platzhirsche XING oder StudiVZ gar nicht vor.

Social Networks im internationalen Vergleich

Social Networks im internationalen Vergleich

 
Xing zählt nach eigenen Angaben über acht Millionen Nutzer. In den ersten acht Monaten des Jahres hat XING seine Mitgliederzahlen um rund eine Million gesteigert. Etwa die Hälfte der Neukunden kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weltweit liegt aber wohl LinkedIn mit 28 Mio Nutzern unter den Business Plattformen vorn.

Es bleibt abzuwarten, ob hier ein internationaler Standard sich durchsetzen wird oder die regionale Nähe ein entscheidendes Kriterium bleibt.

Für den Einzelhandel ist die Zeit des Abwartens aber angesicht dieser Zahlen vorbei. Web 2.0 hat als Massenphänomen Einzug in das Leben der Konsumenten gefunden. Wenn die Hälfte der Kunden sich in Social Networks tummelt, dann liegt dort ein Potenzial, das angesichts stagnierender Umsätze und Verdrängungswettbewerb allerorten nicht ignoriert werden sollte.

Studie: PR in der Handelsbranche

Freitag, 05. Juni 2009

Pünktlich zur 1. PR Konferenz für die Handelsbranche wird das EHI die Ergebnisse der Erhebung zum Status der PR im Handel veröffentlichen.

Die Erhebung ist bereits abgeschlossen. Insgesamt sind 34 Antworten von Großunternehmen der Branche eingegangen. An Selbstbewusstsein scheint es der PR-Branche nicht zu mangeln. Nach Einschätzung der meisten Beteiligten wird die PR an Bedeutung weiter zunehmen. Rosige Zeiten?