Frank Schirmacher räumt in seinem jüngsten Buch “Payback” (sehr lesenswert) erstmal mit ein paar gängigen Vorurteilen auf, z.B. dass die sogenannten digital natives (Menschen, die keine Welt ohne Handy oder Internet kennen) mehr Zeit mit digitalen Medien verbringen als Erwachsene. Das, was ein durchschnittlicher Jugendliche an Zeit an einer Spielekonsole oder im Internet verbringt, würden Manager mit mit ihren Blackberrys, Iphones oder PCs locker überrunden. Mag sein. Er behauptet auch, dass es auffallend viele kleine Kinder gibt, die die Blackberrys ihrer Eltern verstecken oder ihnen Internet-freie Verabredungen abfordern, um einmal deren ungeteilte Aufmerksamkeit zu erhalten.
Wer auch immer mehr Zeit digital oder virtuell oder wie auch immer verbringt, unsere Gesellschaft verändert sich. Und, das ist konsequenterweise der Fall, unser Denken und unser Denkapparat verändern sich. Das wäre gar nicht erwähnenswert, würde es nicht in einer Geschwindigkeit stattfinden, die Evolutionsforscher in Stauen versetzt. Deshalb können wir durchaus von einer kommunikativen Revolution durch die neuen Medien sprechen. Und die findet auch im Handel statt!