Mit ‘Arbeitskreis’ getaggte Artikel

Wer soll das bezahlen …

Freitag, 25. Juni 2010

… und wer hat soviel Zeit? Diese und andere Fragen stellten sich die Teilnehmer bei unserem Arbeitskreis letzten Dienstag zum Thema Social Media. Nach einem spannenden Vortrag von Dieter Rappold ( vi knallgrau) fand ein reger Austausch eigener Erfahrungen zwischen den Kommunikationsverantwortlichen von The Phone House, BVH, Intersport, Iglo, Bünting, Rewe, Nestlé, Coca Cola, IBM und Henkel statt.

Fazit der Veranstaltung war: Die Unternehmen stehen vor einer riesigen Herausforderung, die alle Beteiligten mit unterschiedlich großen Schritten angehen wollen, können oder müssen - sofern sie nicht schon längst auf dem Weg sind. Einig waren sich alle, dass der erste Schritt auf jeden Fall Zuhören, Lernen, Verstehen sein sollte.  Und dann kann der Sprung ins kalte Wasser gewagt werden. 

Wir bleiben in jedem Fall dran am Thema und greifen gerne den Vorschlag auf, beim nächsten Arbeitskreis detaillierte Aspekte zu behandeln, einen Workshop anzubieten oder weitere Inputs zur besseren Bewältigung der zukünftigen Ansprüche an die Kommunikation bereit zu stellen.

Im Dialog

Freitag, 21. Mai 2010

Dialog statt Einwegkommunikation ist das Motto der Zukunft - darin waren sich beim PR-Kongress die Kommunikationsprofis einig. Doch was ist konkret zu tun? Darüber diskutieren wir im Juni mit den Teilnehmern unseres nächsten Arbeitskreises “PR in der Handelsbranche”. Über die Risiken von Social Media wurde bereits einiges gesagt, nun wollen wir die Chancen in den Fokus rücken: Wie können soziale Medien sinnvoll in die Öffentlichkeitsarbeit integriert und welche sozialen Plattformen sollten beachtet werden, wie findet man sich im neuen Kommunikationsdschungel zurecht, welche Nutzung von Social Media ist wirklich effektiv?  Zur Unterstützung haben wir einen Fachmann eingeladen. Dieter Rappold, Mitgründer und Geschäftsführer von vi knallgrau, ist Profi im Bereich soziale Medien und bereichert den Arbeitskreis mit seinen Erfahrungen aus der Praxis. Stürzen wir uns also ins bunte Treiben im Netz und freuen uns auf neue Möglichkeiten der Kommunikation.

Von Public Relations zu Public Conversation

Mittwoch, 12. Mai 2010

Der hier viel besprochene PR-Kongress “In aller Öffentlichkeit – PR 2010: vernetzt, mobil, vielseitig” liegt nun schon drei Wochen zurück. Wir haben uns über zahlreiches positives Feedback gefreut und uns sogleich an die Nachbereitung gemacht. Nun ist alles erledigt – die Presse wurde bedient, bei den Referenten und Teilnehmern haben wir uns bedankt und die Studieteilnehmer haben wir auch gewürdigt. Dann haben  wir uns in neue Projekte gestürzt.  Andere EHI-Projekte wollen kommuniziert werden, das nächste Arbeitskreis-Treffen PR will vorbereitet sein usw.

Und dann haben wir gemerkt, dass wir, entgegen unseres Versprechens, die Ergebnisse der Studie hier gar berichtet haben. Das möchten wir nachholen, hier die Kernergebnisse:

Öffentlichkeitsarbeit ist wesentlich am Erfolg von Handelsunternehmen beteiligt, so behaupten deren PR-Verantwortliche – und sie erhalten Bestätigung von höchster Instanz. Die meisten Geschäftsführer des Handels wissen um den großen Beitrag der PR zur Erreichung der Unternehmensziele. Allerdings sind sich die Geschäftsführer und PR-Profis nicht in allen Punkten einig. Beim Thema Web 2.0 hinken die PR-Abteilungen den Vorstellungen der Führungsriege ein wenig hinterher. Nachhaltigkeit war und bleibt ein Top-Thema der Kommunikation im Handel.

In der neuen Studie des EHI wurden die Kommunikationsverantwortlichen des Handels zu Bedeutung, Strategie sowie Themen und Trends der Public Relations befragt. Einige ausgesuchte Fragen der Gesamtstudie hat das EHI auch an die Geschäftsführer der Handelsunternehmen gerichtet.

PR ist nicht nur Image
Fast alle befragten PR-Profis sind der Meinung, dass die Öffentlichkeitsarbeit viel (45 Prozent) bzw. sehr viel (48 Prozent) zur Umsetzung der Unternehmensziele beiträgt. Diese nicht überraschende Selbsteinschätzung wurde von fast zwei Dritteln der Geschäftsführer gestützt. Gefragt nach den wichtigsten Zielen der PR-Arbeit sehen knapp 40 Prozent der PR-Profis neben dem Image den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen. Das liegt nahe an der Einschätzung der Geschäftsführer, von denen außerdem rund ein Drittel der Ansicht ist, dass die PR einen großen bzw. sehr großen Beitrag zur Umsetzung dieses Ziels leistet.

PR-Budgets sind krisenfest
Trotz der angespannten Wirtschaftslage kann die PR über stabile oder sogar steigende Budgets verfügen. Rund 90 Prozent der Unternehmenskommunikatoren hatten in 2009 im Vergleich zum Vorjahr mehr oder zumindest gleich viel Geld für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Bei 28 Prozent der Unternehmen beliefen sich die Mehrausgaben in diesem Zeitraum auf bis zu zehn Prozent, rund zehn Prozent der Befragten konnte sogar von Steigerungen der Budgets um mehr als zehn Prozent profitieren. Die wirtschaftliche Lage hat also bisher keine negativen Auswirkungen auf die Budgets, verlangt aber eine inhaltliche Veränderung der PR-Arbeit. 70 Prozent der PR-Verantwortlichen sehen einen deutlich erhöhten Informationsbedarf der verschiedenen Zielgruppen.

PR wirkt nachhaltig
Nachhaltigkeit ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen der Kommunikation des Handels. Besonders die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit werden in den nächsten zwei Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen. 86 Prozent sehen hier das Top-Thema ihrer Arbeit. Ziel der Nachhaltigkeitskommunikation ist eine klare Positionierung als sozial bzw. ökologisch verantwortliches Unternehmen. Dazu gehört auch, dass drei Viertel der Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsansprüche an ihre Lieferanten weitergeben.

PR im Web 2.0 polarisiert
Über 40 Prozent der PR-Profis haben noch keine eindeutige Vorstellung von der künftigen Bedeutung von Web 2.0/Social Media für die Kommunikation ihres Unternehmens. Da sind die Geschäftsführer deutlich entschlossener, nur ein Viertel hat hierzu noch keine konkrete Meinung. 65 Prozent der Geschäftsführer messen Web 2.0/Social Media eine selbstverständliche oder sogar große Bedeutung im Portfolio der PR-Instrumente zu. Nur wenige glauben an eine untergeordnete Rolle von Web 2.0/Social Media. Im Gegensatz hierzu zeigen die Kommunikationsbeauftragten ein deutlich uneinheitlicheres Bild: Für 24 Prozent von ihnen wird Web 2.0/Social Media ein Instrument unter vielen sein, 21 Prozent messen dem noch recht neuen Medium eine zentrale Rolle zu und 14 Prozent halten es für unbedeutend für die Kommunikation ihres Unternehmens.

Datenbasis
An der Gesamtbefragung haben sich 38 Handelsunternehmen beteiligt, die insgesamt knapp 35.000 Verkaufsstellen im deutschsprachigen Einzelhandel betreiben und einen Nettoumsatz von rund 140 Mrd. Euro erwirtschaften. Das entspricht einem guten Viertel des Gesamtumsatzes des deutschsprachigen Einzelhandelsumsatzes (D-A-CH). In Deutschland repräsentieren die Teilnehmer gut 30 Prozent des Einzelhandels (im engeren Sinne). Unter den Teilnehmern sind mehr als ein Drittel der Top 20 Einzelhändler in Deutschland.
Die Geschäftsführerbefragung wurde von 57 Unternehmen unterstützt. Der Nettoumsatz der teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland entspricht nahezu der Hälfte (46 Prozent) des Gesamtumsatzes des deutschen Einzelhandels. Unter den Teilnehmern befinden sich 40 Prozent der Top 20 deutscher Einzelhändler.

A Rose is a Rose is a …oder: Nachhaltigkeit ist nur nachhaltig, wenn sie nachhaltig ist

Montag, 09. November 2009

Zu den Begriffen Corporate (Social) Responsibility, Corporate Citizenship, Corporate Governance gesellt sich nun ein weiterer hinzu: Social Business. Adidas macht es bereits,  die Otto Group ebenfalls…. und viele andere auch. Sie engagieren sich uneigennützig für soziale Projekte in sog. Beschaffungs-Ländern. Alles nicht neu. Deichmann baut schon seit Jahrzehnten Krankenhäuser in Afrika. Nur hieß es bis vor kurzem noch nicht so. Da sprach man von sozialem Engagement. Gemeint ist heute immer noch das gleiche: Der Gesellschaft etwas von dem Erfolg zurückzugeben, an dem sie beteiligt ist.

Eingebunden in umfassende Kommunikationsstrategien erhält das Thema seit einiger Zeit einen enormen Schub und das ist auch gut so. Mit welchen Begrifflichkeiten es tituliert wird, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist vielmehr, dass das Engagement ein Sprachrohr findet, so z.B. auf dem Vision Summit in Berlin gestern.

Viel interessanter als Begrifflichkeiten ist die Frage, wie sie z.B. im EHI-Arbeitskreis Public Relations diskutiert wurde, ob Nachhaltigkeit zum reinen Marketing/PR-Instrument degradiert wird oder ob Unternehmen aus Überzeugung nachhaltig sind. Das wird sich zwar nicht immer klären lassen, aber wer wirklich nachhaltig agiert, der tut das eben nachhaltig und das kann man nur langfristig.

Die Grenzen des guten Geschmacks im Web 2.0

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Das Internet ist eine offene Plattform für jederman. Ohne Zensur kann jeder das einstellen, was er für richtig hält. Grenzen sind dem nur durch unsere Gesetze, so dem Persönlichkeitsrecht oder dem Urheberrecht, gesetzt. Und das ist auch richtig so, obwohl so manche Veröffentlichung durchaus zu Denken gibt.

Im Internet lauern für Händler viele Gefahren: So stehen seit kurzem Amateurfotografien aus den US-Märkten des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart im Fokus des neuen Internet-Blogs www.peopleofwalmart.com,

schreibt die Lebensmittel Zeitung in ihrer letzten Ausgabe. Drei junge US-Privatleute sind Betreiber des Blogs und rufen Kunden des Handelsunternehmen dazu auf, Szenen, Motive und Kunden zu fotografieren und mit einem Kommentar versehen in das Blog zu stellen. Ob die Rechtssituation in Deutschland einen solchen Internet-Blog überhaupt erlauben würde, wage ich zu bezweifeln. Die Grenzen des guten Geschmacks sind ganz sicher überschritten.

Das EHI wird sich in seinem nächsten Arbeitskreis-Treffen PR in der Handelsbranche dieser Fragestellung nähern. Kommunikationsexperten des Handels und der Hersteller diskutieren mit RA Stefan Maas über die Rechtssituation im Web 2.0.