Seenot in der Datenflut

von Ulrike Witt

Die virtuelle Datenflut nimmt weiter zu - Twitter, Blog, E-Mail und Co. versorgen uns rund um die Uhr mit immer mehr wichtigen und vor allem weniger wichtigen Informationen. Doch wie schafft man es, nicht darin zu ertrinken? Einerseits wollen wir - damit sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen gemeint - am Ball und damit am Puls der Zeit bleiben. Andererseits ist es fast unmöglich, zwischen all den auf uns einprasselnden Informationen die wirklich relevanten herauszufiltern. Eva Tenzer geht dieser Frage in Psychologie Heute  nach:

Permanent online: Wie die neuen Medien das Leben verändern. Kann unsere Psyche dieses Dauerfeuer noch verarbeiten? Wie beeinflussen Twitter, Facebook & Co Aufmerksamkeit und Konzentration – und wie verändern sie das soziale Leben?

Dass die mediale Welt großen Einfluss auf die soziale Welt hat, ist unbestritten, doch wie gehen wir damit um? Können wir es uns leisten, nicht “online” zu sein? Wie können wir herausfinden, auf was wir unsere Konzentration richten sollten? Wird sich das Gehirn zukünftiger Generationen dem neuen Datenfluss einfach anpassen? Eines ist sicher: Die Datenflut wird bleiben - und uns bleibt nichts anderes übrig, als darin schwimmen zu lernen.

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2 Antworten zu “Seenot in der Datenflut”

  1. Moritz Vegas sagt:

    Immer mehr Menschen sind in verschiedenen sozialen Netzwerken angemeldet, weil es keine globale Community gibt. Allein das erhöht den Zeitaufwand. Dazu wird die Kommunikation innerhalb der Netzwerke mittlerweile durch Live-Meldungen beschleuningt. Dann gibt es neuerdings SMS-Benachrichtigungen, falls man nicht schon ohnehin den Mobil-Account am Smartphone nutzt.

    Das Gehirn der nachfolgenden Generationen wird sich anpassen. Man erlebt es täglich in der Straßenbahn, wenn Jugendliche gleichzeitig Musik hören, mit einer Handheld-Konsole spielen und sich mit dem Sitznachbarn unterhalten. Diese Fähigkeiten lassen sich auf Facebook & Co übertragen.

    Doch unsere Generation wird immer mehr Stresssituationen erleben. Man wird sich rechtfertigen müssen, wenn man einen Dienst nicht nutzt oder zu langsam auf eine Nachricht oder Einladung reagiert. Dies führt zu einer Verpflichtung und Drucksituation. Jeder wird anders damit klar kommen. Konzentration ist eine Fähigkeit, die in Zukunft leider an Bedeutung verlieren wird. Ich sehe aber auch Chancen in der Informationsflut. Das Gehirn wird gefordert und lernt es z.B. Informationen gezielt nach privaten oder geschäftlichen Zwecken zu filtern. Jeder kann sich nach eigenen Bedürfnissen informieren und bekommt beim recherchieren “nebenbei” noch interessante Meldungen aus anderen Themenfeldern mit. Nicht “online” zu sein funktioniert heute nicht mehr. Es kommt heute auch keiner mehr auf die Idee den Strom abzuschalten.

  2. handelsmarke sagt:

    Zum Thema “Datenflut”, “Immer Online” und vielleicht sogar “Last-Minute-Weihnachtsgeschenke” - auch wenn es für Tipps am 24. Dezember schon ein wenig spät ist - verweise ich auf die Waage, die das Gewicht in die Welt hinaus twittert.

    http://latimesblogs.latimes.com/technology/2009/11/twitterequipped-bathroom-scale-tells-the-world-how-much-you-weigh.html

    Frohe Weihnacht.

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