Die Grenzen des guten Geschmacks im Web 2.0

von Ute Holtmann

Das Internet ist eine offene Plattform für jederman. Ohne Zensur kann jeder das einstellen, was er für richtig hält. Grenzen sind dem nur durch unsere Gesetze, so dem Persönlichkeitsrecht oder dem Urheberrecht, gesetzt. Und das ist auch richtig so, obwohl so manche Veröffentlichung durchaus zu Denken gibt.

Im Internet lauern für Händler viele Gefahren: So stehen seit kurzem Amateurfotografien aus den US-Märkten des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart im Fokus des neuen Internet-Blogs www.peopleofwalmart.com,

schreibt die Lebensmittel Zeitung in ihrer letzten Ausgabe. Drei junge US-Privatleute sind Betreiber des Blogs und rufen Kunden des Handelsunternehmen dazu auf, Szenen, Motive und Kunden zu fotografieren und mit einem Kommentar versehen in das Blog zu stellen. Ob die Rechtssituation in Deutschland einen solchen Internet-Blog überhaupt erlauben würde, wage ich zu bezweifeln. Die Grenzen des guten Geschmacks sind ganz sicher überschritten.

Das EHI wird sich in seinem nächsten Arbeitskreis-Treffen PR in der Handelsbranche dieser Fragestellung nähern. Kommunikationsexperten des Handels und der Hersteller diskutieren mit RA Stefan Maas über die Rechtssituation im Web 2.0.

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Eine Antwort zu “Die Grenzen des guten Geschmacks im Web 2.0”

  1. Uwi sagt:

    tja, die rechtliche lage ist vielleicht nicht ganz einfach. nur wie verhindert man einträge, die dem “guten geschmack” widersprechen, vor allem, wenn der betreiber des blogs genau diese einträge sucht. klar, vielleicht könnten betroffene klagen - aber dazu müssen sie die fotos erstmal sehen. und sich eine klage leisten können. fotos, die einmal im netz auftauchen, lassen sich zudem zwar wieder aus dem blog, aber nicht aus dem internet entfernen…man wird sie nie mehr ganz los. seriöse blogger (auf jeden fall firmen) achten im idealfall auf “anständige” einträge. bleibt die frage: was ist anständig? und wie wehrt man sich als betroffener - also in dem fall auch als betroffene firma walmart?

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