Wir haben das Bloggen zugunsten von Facebook, Xing und Twitter eingestellt - obwohl es uns durchaus Spaß gemacht hat! Wir freuen uns jetzt auf den Austausch in den oben genannten Kanälen!
Kostbare Netze
07. Januar 2011 von Ulrike WittÜber den sozialen Wert sozialer Netzwerke lässt sich bekanntlich streiten, über den monetären Wert erst recht: Sage und schreibe 50 Milliarden Dollar soll Facebook wert sein, nachdem dort u.a. eine US-Großbank eingestiegen ist. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, entspräche der Marktwert des Unternehmens damit mindestens dem 25-fachen des Umsatzes.
Dass nach dem Crash des Neuen Marktes vor einigen Jahren Internetfirmen wieder derart in die Höhe schnellen können, zeigt, dass der Hype um soziale Netzwerke weitreichende Folgen hat. Wohin das letztendlich führt, mag man als Laie kaum beurteilen. Ist es wieder nur eine Blase, die bald platzt? Oder füllt sich der ”virtuelle” Wert demnächst auch mit Substanz?
Auf jeden Fall unterstreicht der extrem hohe monetäre Wert die Relevanz sozialer Netzwerke in der modernen Welt. Uns interessiert dennoch vor allem die soziale Funktion, weshalb wir im EHI unser Engagement im Bereich ”Social Media” 2011 intensivieren und ausbauen werden. In diesem Sinne: Happy New Year!
Tags: facebook, Social Media, Social Networks
Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »
Weihnachtsmarketing – wir sind raus!
07. Dezember 2010 von Ute HoltmannWeihnachten ohne Kommerz – geht das überhaupt? Wir denken: ja! Und wir finden es gut, nahezu befreiend. Schon seit drei Jahren verzichten wir auf Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden, Partner und Freunde und überreichen stattdessen einer sozialen Einrichtung einen Spendenscheck . Alle finden das gut, besonders die Kindertagesstätten, die das Geld sehr gut gebrauchen können. Und wir sind froh, etwas von unserem Erfolg an diejenigen in unserer Gesellschft weitergeben zu können, die nicht so erfolgsverwöhnt sind wie unsereins.
Mir erzählte kürzlich ein Firmenchef, er bekäme zu Weihnachten rund 500 Karten geschickt, hinzu kämen die ganzen E-Mails und sonstwie Grüße. Die meisten Absender kenne er gar nicht. Ehrlich gesagt, das kann doch nicht mehr wirklich Freude machen, bei allem Wohlmeinen. Das ist doch Marketing wie es keiner mehr will!
Wir unterstützen als Institute des Handel grundsätzlich jegliche Einkaufsaktivitäten, aber in diesem Fall wollten wir den Rummel einfach nicht mehr mitmachen. Natürlich werden die Druckerei, die Post und der Weinhändler es uns nicht danken. Aber die strahlenden Kindergesichter sind uns Dank genug!
Tags: Weihnachtsmarketing
Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »
Da traut sich jemand
18. November 2010 von Ute HoltmannSicher von einer Journalistin kann man das erwarten … dass sie sich etwas traut, eine eigene Meinung vertritt. Was ich aber ungewöhnlich im wahrsten Sinne des Wortes finde, sind die Blickwinkel, die Redaktion der brand eins häufig einnimmt, wenn sie ein Thema beleuchten. Von allen Seiten, aus allen Ecken betrachtet sie ein Thema, nimmt dabei Perspektiven ein, an die ich niemals gedacht hätte und vor allem tut sie sich mit gründlicher Recherche und solider Schreibkunst hervor.
Dieses freimütige Denken ist es, das mir imponiert. Deshalb freue ich mich sehr, dass Gabriele Fischer, Chefrakteurin der brand eins, eine sicher launige Key Note auf dem nächsten EHI PR Kongress (5./6. April 2011) halten wird. Man darf gespannt sein auf das, was sie den Kommunikatoren mit auf den Weg geben wird.
Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »
Pay with a tweet
29. Oktober 2010 von Ute HoltmannStop thinking campaigns – start thinking conversations
so hat die Lufthansa die veränderten Bedingungen für Marketing kürzlich zusammen gefasst. Ein schönes Beispiel für eine neue Art des Werbe-Verkaufen-Verhaltens habe ich kürzlich erlebt: Pay with a tweet! Zwei findige Kommunikations-Nerds, die Deutschland verlassen haben, um in New York bei einer Agentur auszuhelfen!, haben ein ebook verfasst. Titel: Oh my god what happened and what should I do? Inhalt: Oh my god what …. Ok, etwas konkreter: Das ebook richtet sich an alle, die meinen, den Anschluss an die veränderte Welt des Social Web verpasst zu haben und nun tierisch Angst haben, sich nicht mehr zurecht zu finden. Und es richtet sich an die, die denken voll up-to-date zu sein und alles richtig gemacht zu haben, die aber dennoch einen kleinen Funken Realismus in sich haben und deshalb heimlich alles zu Social Media lesen, was Ihnen unterkommt. Und es richtet sich an Leute, die einfach nie genug bekommen können von Social Media. Es beschreibt sehr akkurat, was aus der Werbegesellschaft wird, wenn sie sich online bewegt:
You watch TV, you read magazines, but you hang out online. In Digital Media the consumer becomes a user. And that is where advertising ends to be just advertising.
Alles sehr online-mäßig aufgemacht.
Und wie kann man ein Social Media ebook in der Szene besser bekannt machen als mit den eigenen Methoden? Also: You pay with a tweet. Forced Viral. So funktioniert Empfehlungsmarketing heute! Ein Tweet mit dem Text “This Book helps you to move into the Digital era of awesomeness. Download it for free: http://bit.ly/4R9rth” absetzten und Buch downloaden.
Übrigens im Kölner Hotel Domspitzen bekommt man für einen Tweet ein Kölsch – nur schade, dass es Dom-Kölsch ist.
Tags: Marketing, Social Media, Twitter
Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar »
Facebook-Verbot: ein hilfloser Versuch
25. Oktober 2010 von Ute HoltmannPorsche ist also nicht das einzige Unternehmen, das versucht, Mitarbeitern den Zugang zum Social Web zu verbieten.
Dax-Konzerne sperren Zugang zu facebook,
titelt die Wirtschaftswoche. Aus Angst vor Wirtschaftsspionage. Der facebook-Porsche-Fall und das Verhalten anderer großer Unternehmen ist ein Beispiel von Hilflosigkeit und ein Zeichen von sehr wenig Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter. Übrigens ebenso wie fingierte Kundenmeinungen im Web ein Indiz dafür sind, dass kein Vertrauen in die eigenen Produkte besteht. Die Grenzen zwischen privat und beruflich sind fließend geworden. Das Sicherheitsrisiko liegt – zumindest zum Teil – bei der Unternehmensführung. Denn wie loyal Mitarbeiter sind, hängt sehr stark von ihrer Zufriedenheit ab.
Sicherheitsbedenken sind oft nicht die einzige Motivation für rigide Verbote. Firmenchefs befürchten auch allzu oft, Mitarbeiter könnten Arbeitszeit vertrödeln. Schwarze Schafe gibt es überall, aber sollten Mitarbeiter wirklich viel Arbeitszeit zu vertrödeln haben, stellt sich die Frage, ob es in dem Unternehmen nicht an guter Organisation mangelt oder an Motivation. Und irgendwann müsste es doch auffallen, wenn jemand seinen Job schlecht macht.
Natürlich ist es unumstritten, dass mit dem Social Web auch Risiken verbunden sind. Alles hat zwei Seiten. Aber in jedem Fall ist Aufklärung besser als Verbote. Ein paar vernünftige Regeln in einer Corporate Governance festgelegt, sind sicher hilfreich für das Verhalten im Social Web. Und Geheimhaltungsklauseln für sensible Informationen oder Complinance-Regeln lassen sich die Großen ohnehin unterschreiben.
Die Reaktion dieser Unternehmen erinnert mich ein bisschen daran, dass es vor langer Zeit Firmenschefs gegeben haben soll, die der Meinung waren, es bräuchte nicht in jedem Büro ein Telefon zu stehen. Auch dahinter steckte die Angst, es könnte zuviel Zeit mit privaten Gesprächen vertan werden. Manches braucht ein wenig Zeit, um überall akzeptiert zu werden.
Übrigens: bei mir persönlich hat besonders das mobile Internet dazu geführt, dass ich mehr Zeit in meinen Job investiere, freiwillig, weil es mir Spaß macht … wenn ich nämlich auf dem Weg zur Arbeit schnell einen Tweet absetze oder schon mal etwas blogge.
Tags: DAX, Social Networks, Social Web
Abgelegt unter Allgemein | 3 Kommentare »
Wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis
07. Oktober 2010 von Ute HoltmannKommunikation ist unsere Leidenschaft. Deshalb begeben wir uns auch mit Hochtouren an die Programmgestaltung des nächsten EHI PR-Kongresses am 5./6. April 2011. Wir haben schon Referentenzusagen zu den Themen Nachhaltigkeitskommunikation, Fashion-PR, Social Media und Krisenkommuniktaion.
Über das letztere freuen wir uns besonders, weil es ein außergewöhnliches Beispiel einer ungewöhnlich offenen Kommunikation in einer wirklich extremen Situation ist. Prof. Pfeiffer, der Leiter der Uni-Klinik Mainz, wird uns über seinen Umgang mit den Medien, den betroffenen Eltern und den eigenen Mitarbeitern berichten, als in seiner Klinik drei Babys verstorben sind. Obwohl er wußte, dass es eine Katastrophe ist und dass Geschehen möglicherweise negative Folgen für das Krankenhaus und für seine eigene Person hat, hat er sich entschlossen, alle Journalistenfragen offen und ehrlich zu beantworten. Zu dem Zeitpunkt war die Klärung des Sachverhaltes noch völlig offen. Hut ab, das scheint mir so ziemlich das komplette Gegenteil von der Reaktion in dem tragischen Fall der Loveparade zu gewesen zu sein. Pfeiffers Credo: Authentisch bleiben – sozusagen das Grundgesetz der PR. Außerdem meint er: “Die Wahrheit zu sagen ist leichter, denn wenn man lügt, braucht man ein gutes Gedächtnis und wahrscheinlich widerspricht man sich irgendwann.”
Wir freuen uns sehr auf diesen Beitrag, der sicherlich jedem PR-Verantwortlichen aus der Krisen-gebeutelten Handelsbranche Mut machen wird zu aufrichtiger PR.
Tags: Authentizität, Fashion-PR, Krisenkommuniktaion, Nachhaltigkeitskommunikation, Social Media
Abgelegt unter Allgemein | 3 Kommentare »
Schöner Schein
16. September 2010 von Ulrike WittIst Schein doch wichtiger als Sein? Zumindest im Bereich Marken ist das offensichtlich der Fall: Prof. Dr. Peter Kenning (Zeppelin Universität Friedrichshafen) stellte im Rahmen der EHI Retail Design Konferenz Forschungsergebnisse zum Thema Consumer Neuroscience (neudeutsch: Neuromarketing) vor, die dies eindeutig belegen. So “erleichtern” Marken Kaufentscheidungen, da sie Hirnregionen, die für rationale Abwägungen zuständig sind, entlasten und stattdessen auf die Hirnstrukturen zurückgreifen, die - vereinfacht gesagt - den Emotionen zuzurechnen sind. Noch einfacher gesagt: Marken ermöglichen uns schnelle Entscheidungen ohne großes Nachdenken.
Nun geht es in der PR nicht um Kaufentscheidungen, sondern um Image. Wichtiger Faktor dafür ist die Glaubwürdigkeit. Auch dazu gab es interessante Untersuchungen: (Erfundene) Schlagzeilen wurden zunächst durch Versuchspersonen als entweder glaubwürdig oder unglaubwürdig eingestuft. Die jeweils glaub- bzw. unglaubwürdigsten (sowie zur Kontrolle mittlere Werte) wurden anschließend jeweils in verschiedene Kontexte eingebunden (unterschiedliche Printmedien) und von anderen Versuchpersonen erneut eingeschätzt. Es stellte sich heraus, dass nun vor allem der Kontext und nicht mehr der Inhalt für die Glaubwürdigkeit eine Rolle spielte. Hirnscans belegten zudem, dass die gefühlsmäßigen Entscheidungen bereits dann erfolgten, bevor überhaupt der Text zu Ende gelesen war.
Urteile zur Glaubwürdigkeit werden demnach weniger rational und bewusst, sondern emotional und unbewusst gefällt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ein Hirn bereits gelernt hat, welche Marke (im weitesten Sinn) positiv besetzt, also vertrauenswürdig und gut ist. Der Mensch lernt durch Beobachtung und Erfahrung, folglich ist es Aufgabe der PR, für die”richtigen” Beobachtungen und Erfahrungen zu sorgen. Womit wir wieder bei unserem Lieblingsthema Social Media wären. Ein so umfassendes Netzwerk mit Meinungen, Empfehlungen, Beschwerden etc. außer Acht zu lassen, wäre nahezu sträflich.
Fazit: Schein ist wichtig, um überhaupt wahrgenommen zu werden und um im Idealfall direkt positive Emotionen auszulösen. In Bezug auf Unternehmen muss dieser Schein natürlich durch das tatsächliche Sein geprägt und damit autenthisch sein, nur dann lässt sich der Schein - im positiven Sinne - auch (be) wahren.
Tags: Forschung, Image, Marken, Neuroscience, Social Networks
Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar »
Goldene Zwanziger?
03. September 2010 von Ulrike WittEs wird weiter viel geredet über Social Media und Co., so auch gestern beim media coffee von news aktuell in Köln. Thema war ”Kommunikation 2020 - Aufbruch in ein neues Informationszeitalter?”. So richtig in der Zukunft ankommen wollte die sehr unterhaltsam von Thomas Knüwer (kpunktnull) moderierte Veranstaltung allerdings nicht. Was vielleicht daran lag, dass das neue Informationszeitalter längst angebrochen ist und Kommunikation 2010 offensichtlich bereits ausreichend Gesprächsstoff bot.
Astrid von Rudloff (Weber Shandwick) freut sich auf ein “goldenes Zeitalter für die Kommunikation”, auch wenn sie persönlich, zumindest bisher, eher zu den Offlinern zu zählen ist. Weniger goldene Zeiten sehen Ibrahim Evsan (sevenload, United Prototype) und Prof. Peter Wippermann (Trendbüro) für Deutschland im Bereich technischer Innovationen und vor allem Investitionen - dank unserer traditionell kulturpessimistischen Einstellung sei der Anschluss an Spitzentechnologien bereits verpasst.
Ob die Kinder 2020 überhaupt noch die Handschrift beherrschten? Augenzwinkernd und mit einem eindeutigem Ja beantwortete Prof. Peter Wippermann diese Frage aus dem Publikum - schließlich seien Bildungseinrichtungen in Deutschland eher behäbig, ein so schneller Kulturwechsel also kaum vorstellbar. Angenommen jedoch, die Kinder könnten tatsächlich keine handschriftlichen Texte mehr verfassen - wäre das ein Verlust? Wären sie dümmer als die heutigen Kinder? Oder wären sie sogar intelligenter, weil sie komplexere Medien bedienen könnten?
Was auch immer 2020 sein wird - wir werden weder die technologische Entwicklung (die global ist und sich nicht durch nationale Kulturpessimisten schrecken lässt) noch die kommunikative Vernetzung aufhalten können. Also lassen wir uns am besten optimistisch und vor allem rechtzeitig darauf ein. Neues lernen hat schließlich noch nie geschadet.
Tags: Kommunikation, Social Media, Social Networks
Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar »
… noch mehr Regeln – ein hilfloser Versuch
27. August 2010 von Ute HoltmannMit neuen Richtlinien für PR-Profis will der DRPR das Verhalten in digitalen Medien reglementieren.
Der Deutsche Rat für Public Relations hält es daher für erforderlich, die bestehenden Richtlinien und Kodizes um eine spezifische Richtlinie zur PR in digitalen Medien und Netzwerken zu ergänzen.
Unternehmen und Organisationen sollen ihr Online-Verhalten im Rahmen ihrer Corporate Governance schriftlich definieren und diese Verhaltensregeln veröffentlichen.
Ob das wirklich sinnvoll ist? Im Prinzip gelten im Netz die Regeln, die bereits für Print existieren. Gekaufte Redaktion ist unerwünscht und wird zu Recht gerügt. Aber das wissen wir durch die geltenden Richtlinien bereits. Das Argument, der Leser können nicht unterscheiden, wer sich im Auftrag (sprich: bezahlt) äußert und wer als Privatperson seine Meinung kund tut, lässt sich genauso für andere Bereiche anwenden. Es ist immer wichtig, die Quellen der Informationen zu kennen und zu bewerten. Ist ja schließlich auch ein Unterschied, ob ich ein Boulevardblatt oder die Wirtschaftspresse zu meiner Meinungsbildung nutze. Brauchen wir für das Internet nun wirklich neue Regeln?
Hinzu kommt, dass die Trennung zwischen privat und beruflich im Social Web nicht immer ganz einfach ist. Menschen äußern sich ausgesprochen viel privat im Social Web. Gespräche finden heute (zusätzlich) im Netz statt. Ich glaube kaum, dass man Menschen per Corporate Governance-Regeln verbieten kann, sich privat zu “ihrem” Unternehmen zu äußern. Ich kann die Erwartungshaltung von Unternehmen verstehen, dass zumindest die Menschen, die sie bezahlen, gemäß ihres Unternehmensleitbildes, ihrer Unternehmenskultur kommunizieren. Eine Verpflichtung, daraus Regeln (Corporate Governance) abzuleiten und veröffentlichen zu müssen, scheint mir doch überzogen und wirkt hilflos. Die meisten Unternehmen, die solche Richtlinien haben und die eine durchaus hilfreiche Orientierung darstellen können, stellen sie ohnehin freiwillig ins Netz.
Ein schönes Beispiel dafür hat Klaus Eck in seinem PR Blog gezeigt. Otto gibt seinen Mitarbeitern mit seinen Social Media Empfehlungen hilfreiche Tipps statt Anweisungen:
Als Mitarbeiter/in haben Sie das Recht, sich privat und auch öffentlich über das Unternehmen zu äußern - positiv wie negativ. Wenn Sie dies tun, sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse und aus Respekt gegenüber der Community möglichst deutlich machen, dass Sie nur aus Ihrer persönlichen Sicht schreiben.
Und was ist eigentlich mit den Millionen von Fans, die auf Produkt- oder Unternehmens-Facebookseiten “I like” anklicken und damit die Chance haben, eine Produktprobe o.ä. zu erhalten. Machen die dann PR für das Produkt? Ist das Meinungsmache?
Viel gravierender finde ich es , wenn sich beispielsweise echte Meinungsmacher mit öffentlichem Auftrag zu Vorgängen äußern, die sie offensichtlich selbst noch nicht verstanden haben. Gemeint ist die Diskussion um Google Streetview, in die sich Politiker einschalten. Das ist Meinungsmache und das Argument des Persönlichkeitsschutzes führt an der eigentlich zu führenden Diskussion, nämlich der über die Marktmacht eines Unternehmens, deutlich vorbei.
Tags: Corporate Governance, Freie Meinungsäußerung, Meingsmache, Social Networks, Social Web
Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

